Krankenhausreform: Daten für die pharmazeutische Versorgung
Krankenhausreform: Daten für die pharmazeutische Versorgung
17. März 2026
Hospital Krankenhaus
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Die strukturellen Reformen der Krankenhäuser beeinflussen die Versorgung am Point of Care und somit auch die Patientenpfade und den lokalen Arzneimittelbedarf.
Für eine optimale Verfügbarkeit der notwendigen Medikamente müssen pharmazeutische Unternehmen die regionalen Verschiebungen erkennen und beobachten. Wenn Patienten anfangen, andere Ärzte und Versorgungseinrichtungen zu besuchen, verändert sich indikationsbezogen auch die Verschreibung von Medikamenten innerhalb der Versorgungseinrichtungen sowie die Abgabe und Nachfrage in den umliegenden Apotheken.
Im Krankenhausmarkt sorgen Mindestvorhaltezahlen, Leistungsgruppen, Hybrid-DRGs und weitere Reformen für Veränderungen des Leistungsangebots und der Finanzierung.
Patientenströme verlagern sich zu spezialisierten Zentren und in den ambulanten Bereich, wodurch sich regionale und indikationsbezogene Arzneimittelvolumina verschieben.
Pharmaunternehmen müssen Zielkrankenhäuser neu definieren und ihre Vertriebsgebiete an veränderte Strukturen sowie mehr ambulante Versorgungsangebote anpassen.
Datenbasierte Markt- und Versorgungsforschung ermöglicht eine systematische Analyse der Veränderungen basierend auf Qualitätsberichten der Krankenhäuser, Leistungs- und Strukturdaten sowie anonymisierten Patientendaten bzw. Real World Medical Data.
Hospital Insights bündeln relevante Daten und machen sie nutzbar, um Reformeffekte zu simulieren, Patientenströme zu ermitteln und Potenziale für eine bedarfsgerechte Arzneimittelversorgung zu ermitteln.
Erfahren Sie in diesem Artikel, welche Möglichkeiten die datenbasierte Markt- und Versorgungsforschung im Kontext der Krankenhausreform bietet. Über folgendes Menü können Sie direkt ein bestimmtes Kapitel auswählen:
Krankenhausreform: Veränderungen im Gesundheitsmarkt
Die Krankenhausreform soll die Gesundheitsversorgung in Deutschland verbessern und bringt einen strukturellen Wandel mit sich. Die wichtigsten Ziele der Krankenhausreform sind eine bessere Qualität, effizientere Versorgung und weniger wirtschaftlicher Druck auf Krankenhäuser.
Dazu setzt die Krankenhausreform einen großen Hebel in der stationären Gesundheitsversorgung an und verändert deren Finanzierungs- und Leistungsstrukturen grundlegend. Das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) markiert den Beginn dieser Reform mit seinem Inkrafttreten zum 1. Januar 2025.
Die Veränderungen durch die Krankenhausreform sind vielfältig:
Leistungsgruppen: Krankenhäuser bekommen Zulassungen und Vergütungen zukünftig nur noch für bestimmte, von ihnen gut erfüllte Leistungsgruppen; zum Beispiel Herzchirurgie oder Geburtshilfe.
Einführung von Mindestvorhaltezahlen (MVHZ) : Bisher musste ein Krankenhaus oft nur Fallzahlen nachweisen. Die Mindestvorhaltezahlen geben bestimmte Mengen an Strukturen und Personal vor, die Krankenhäuser erfüllen müssen, um entsprechende Leistungsgruppen abrechnen zu dürfen.
Neues Finanzierungssystem: Krankenhäuser werden im Rahmen der Vorhaltefinanzierung stärker anhand von Mindestvorhaltezahlen und weniger über Fallpauschalen (DRGs) bezahlt. Damit sollen wichtige Strukturen dauerhaft finanziert werden.
Kapazitätsanpassungen: Krankenhäuser verlieren die Zulassung für Leistungen, deren regulatorische Anforderungen sie nicht erfüllen. Dadurch verschieben sich die Patientenpfade zu anderen ambulanten oder stationären Gesundheitseinrichtungen.
Transparenz: Vergleichbare Krankenhaus-Transparenzdaten erlauben es den Patienten besser zu erkennen, wie gut Krankenhäuser bestimmte Leistungen für sie erbringen und fällen entsprechende Entscheidungen.
Die Kritik an regionalen Versorgungslücken durch das KHVVG wird häufig angeführt und bezieht sich vor allem darauf, dass unter den neuen Voraussetzungen einige Kliniken bestimmte Leistungen nicht mehr anbieten könnten. Dadurch würden regionale Versorgungslücken entstehen, erklärt der Verband der Privaten Krankenversicherungen (PKV). Selbst angesichts einer möglichen Anpassung durch das Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) sieht der GKV-Spitzenverband weiterhin die Gefahr von Versorgungslücken. Die allgemeine Befürchtung lautet: Im ländlichen Raum könnte die Gesundheitsversorgung oftmals nicht durch ambulante Strukturen aufgefangen werden, wenn leistungserbringende Krankenhäuser wegfallen.
Generell verstärkt die Krankenhausreform eine bestehende Tendenz zur Ambulantisierung, da bereits durch die Einführung der Hybrid-DRGs bislang stationär erbrachte Leistungen häufiger ambulant durchgeführt werden.
Exkurs: Hybrid-DRGs: Hybrid-DRGs (HDRGs) wurden eingeführt, um die Ambulantisierung gezielt zu fördern und die Vergütung sektorenübergreifend zu vereinheitlichen. Als sektorengleiche Fallpauschalen gelten sie für definierte medizinische Leistungen unabhängig davon, ob diese ambulant, teilstationär oder stationär erbracht werden. Die sektorgleiche Vergütung mittels Hybrid-DRGs wurde bereits im Januar 2024 gemäß § 115f SGB V eingeführt. Ab 2026 sollen jährlich mindestens 1 Million bisher vollstationäre Patientenfälle über HDRGs vergütet werden, ab 2028 sind es 1,5 Millionen Fälle und ab 2030 sind es 2 Millionen Fälle.
Krankenhausreform: Herausforderungen für die pharmazeutische Branche
Die Patientenströme und der Arzneimittelbedarf verändern sich infolge der Krankenhausreform in Deutschland – vor allem durch eine stärkere Spezialisierung der Kliniken und Krankenhäuser sowie die zunehmende Ambulantisierung medizinischer Behandlungen. Für pharmazeutische Unternehmen bedeutet dies eine strategische Neuausrichtung von Zielkrankenhäusern, Vertriebsgebieten und Versorgungsanalysen.
Neue Patientenströme erkennen
Mit der Einführung von 65 Leistungsgruppen und Mindestvorhaltezahlen für Gesundheitsleistungen können einige Behandlungen nur noch in bestimmten Krankenhäusern erbracht werden. Folglich stellen Krankenhäuser die Leistungserbringung teilweise ein und spezialisieren sich zunehmend, wodurch eine höhere Behandlungsqualität erreicht werden soll.
In kleineren Krankenhäusern wird ein stärkerer Fokus auf die Grund- und Notfallversorgung erwartet, wohingegen große Krankenhäuser, die meist in Ballungsgebieten liegen, die Schwerpunkt- oder Maximalversorgung übernehmen. Zugleich werden durch Hybrid-DGRs zahlreiche Patientenfälle nicht mehr vollstationär in Kliniken sondern ambulant in Arztpraxen behandelt. So verkürzen sich Verweildauer und viele Fälle werden vollständig ambulant oder nur teilstationär behandelt. Dadurch verändern sich die Patientenströme in den jeweiligen Regionen.
Konkret zeigen sich folgende Entwicklungen:
Steigende Patientenzahlen in Ballungsräumen durch Krankenhäuser mit Schwerpunkt- oder Maximalversorgung
Rückläufige Fallzahlen in kleineren Kliniken ohne entsprechende Leistungsgruppen
Stärkere regionale Verteilung einzelner Behandlungsleistungen durch Hybrid-DRGs
Arzneimittelbedarf ermitteln
Der Arzneimittelbedarf verändert sich entsprechend der regionalen Patientenfälle, denn mit der Verlagerung von Leistungen verschieben sich auch die Arzneimittelvolumina. Wo die Behandlungsfälle steigen, braucht es eine optimale pharmazeutische Versorgungen. Die Krankenhausapotheke muss ihr Sortiment genauso anpassen, wie die Offizin-Apotheke neben der ambulanten Arztpraxis.
Innovative Arzneimittel und Spezialtherapeutika können in Krankenhäusern zur Schwerpunkt- und Maximalversorgung optimal eingesetzt werden.
Medikamente mit kurzer Applikationsdauer oder einfacher Handhabung (oral statt intravenös) sind in der ambulanten Versorgung gefragt.
Beispiel: Versorgung im Leistungsbereich Hämato-Onkologie
Das KHVVG sorgt mit der Einführung von Mindestvorhaltezahlen für eine Transformation der Versorgungslandschaft. Die konkreten Schwellenwerte je Leistungsgruppe werden noch per Rechtsverordnung festgelegt.
Simuliert man die Auswirkungen anhand einer beispielhaften Mindestvorhaltezahl von 15 Prozent in der Hämato-Onkologie, zeigt sich: Einige Krankenhäuser würden diese Leistungen künftig nicht mehr anbieten dürfen. Alle Patienten, die bisher dort behandelt wurden, werden von den verbleibenden Zentren übernommen. Daten zur Versorgungsanalyse von BinDoc zeigen, dass aktuell rund 40 Krankenhäuser in Deutschland etwa 25 Prozent des Versorgungsanteils abdecken und in einem solchen Szenario die Mehrzahl der Patienten versorgen würden.
BinDoc GmbH
BinDoc GmbH
Krankenhausreform: Handlungsempfehlungen im Pharma-Markt
Die Krankenhausreform ist da und bewegt den pharmazeutischen Markt. Im pharmazeutischen Vertrieb verändert sie strukturell Zielkrankenhäuser, Versorgungsvolumina und regionale Absatzpotenziale.
Um die Reform strategisch zu berücksichtigen und die pharmazeutische Versorgung optimal zu gestalten, müssen Hersteller die neuen Strukturen erkennen und in ihrer Vertriebsplanung berücksichtigen.
Der Bedarf für Medikamente verändert sich entsprechend regionaler Versorgungsschwerpunkte.Dadurch verschieben sich sowohl Vertriebsgebiete und Fahrzeitkorridore als auch Ansprechpartner und Entscheidungsstrukturen am Point of Care.
Für eine optimale, bedarfsgerechte Versorgung mit Medikamenten richten pharmazeutische Unternehmen ihren Blick zugleich auf ambulante und stationäre Strukturen. Nur so lassen sich die gesamten Transformationsprozesse im Gesundheitsmarkt erfassen.
Handlungsfelder zur Marktsteuerung
Angesichts der Krankenhausreform ergeben sich für eine optimale Marktausrichtung im Bereich Pharma unterschiedliche Handlungsfelder. Diese sind im Detail vielschichtig und unterliegen einem konstanten Wandel, der sich an den laufenden Veränderungen in der Krankenhauslandschaft orientiert.
Grundsätzlich sind drei Aufgaben entscheidend für die pharmazeutische Vermarktung, um die aktuellen Transformationsprozesse im Gesundheitsmarkt erfolgreich zu berücksichtigen:
Patientenströme antizipieren
Arzneimittelbedarf ermitteln
Versorgungsengpässe identifizieren
Genau diese Verschiebungen lassen sich mit granularen Versorgungs- und Arzneimitteldaten sichtbar machen – etwa nach Region, Leistungserbringer-Typ oder Indikation. Damit werden die Auswirkungen der Krankenhausreform und der Hybrid-DRGs für Pharmaunternehmen, Kliniken und andere Marktakteure gezielt analysier- und steuerbar.
Pharmazeutische Unternehmen sollten im Rahmen der Krankenhausreform vor allem ihre Zielkrankenhäuser und andere Zieleinrichtungen neu definieren: Entscheidend ist, jene Häuser in den Fokus zu nehmen, welche auch nach der Krankenhausreform die jeweils relevanten Leistungsgruppen mit den geforderten Mindestmengen vorhalten.
Parallel gilt es, Strukturveränderungen im stationären Bereich kontinuierlich zu beobachten, um Verschiebungen von Leistungen früh zu erkennen und Marketing- sowie Vertriebsaktivitäten vorausschauend anzupassen.
Außerdem empfiehlt es sich für Pharma-Unternehmen, auch die Rahmenbedingungen in der ambulanten Versorgung systematisch zu analysieren, da aufgrund der Hybrid-DRGs viele Indikationen und Leistungen aus dem Klinikum in den ambulanten Bereich verlagert werden. Dementsprechend sind die Produktpositionierung, Außendienststeuerung und Serviceangebote auf diese wachsenden Versorgungsbereiche auszurichten.
Datenquellen zur stationären Versorgung
Mit Daten und Analysen zum stationären Geschehen lassen sich Transformationsprozesse durch die Krankenhausreform optimal überblicken.
Solange sich große Teile der Versorgungslandschaft schnell verändern, können Pharma-Hersteller nur bedingt auf bewährte Vertriebskonzepte setzen. Anhand von Daten und Analysen lassen sich die neuen Entwicklungen im Markt jedoch sehr genau beurteilen und in der Vertriebsplanung zutreffend berücksichtigen.
Welche Daten sind für die Beobachtung der stationären Versorgung geeignet?
Struktur- und Leistungsdaten eignen sich zur datenbasierten Betrachtung der Krankenhauslandschaft. Zu den Strukturdaten zählen unter anderem Bettenzahlen, Versorgungsstufen oder Fachabteilungen. Unter Leistungsdaten versteht man beispielsweise Fallzahlen oder durchgeführte Operationen.
Diese Informationen können über verschiedene Quellen im datengetriebenen Gesundheitsmarkt zusammengetragen werden. Insight Health bietet zur optimalen Bearbeitung und Analyse je nach Anwendungsfall eine vordefinierte Zusammenstellung von Daten unterschiedlichen Quellen an. Hierzu zählen primär die Qualitätsberichte der Krankenhäuser und anonymisierte Patientendaten.
Die Qualitätsberichte der Krankenhäuser enthalten nach §136b des fünften Sozialgesetzbuchs (SGB V) ein relativ klar definiertes Set an frei zugänglichen Informationen.
Allgemeine Krankenhausdaten
Versorgungsstufen und Teilnahme an der Notfallversorgung
Fachrichtungen und Leistungen
Diagnosen (ICD-10-Codes) und Fallzahlen
Strukturdaten zu technischer Ausstattung & Personal
Qualitätskennzahlen zu Behandlungen, Wiederaufnahmen oder Revisionen
Prozess- und Strukturmaßnahmen
Die Informationen sind öffentlich verfügbar und können in einer Referenzdatenbank des Gemeinsamen Bundesauschuss‘ (G-BA) einzeln für jedes Krankenhaus in Deutschland abgerufen werden.
Basierend auf diesen strukturierten Qualitätsberichten können Pharma-Unternehmen mögliche Potenziale und Zielgruppen im Krankenhausmarkt ermitteln. Die Aufbereitung der vielfältigen Leistungs- und Strukturdaten stellt jedoch oft eine Herausforderung dar. Außerdem sind für aussagekräftige Ergebnisse und individuelle Entscheidungen stets weitere Daten notwendig.
Der Klinikspiegel von Insight Health basiert auf den strukturierten Qualitätsberichten und nimmt Ihnen somit die Aufbereitung ab. Außerdem wird der Klinikspiegel um relevante Informationen für die Außendienststeuerung erweitert und jährlich entsprechend aktualisiert. Außerdem sind darin auch vergangene Qualitätsberichte erfasst, sodass sich Trends und Entwicklungen einfach ermitteln lassen. Hier können Sie sich weiterführend zum Klinikspiegel informieren.
Anonymisierte Patientendaten bieten darüber hinaus realitätsnahe Einblicke in das stationäre Krankheitsgeschehen. Mit diesen Informationen lässt sich die Versorgungsrealität im stationären Bereich abbilden, um Patientenströme zu verfolgen und den Bedarf an Medikamenten zu kalkulieren.
Patientenzahlen
Arzneimittelbedarf
codierte Medikationsinformationen
Einweisungen und Entlassungen
Haupt- und Nebendiagnosen
Leistungsgruppen
Fachabteilungen
Stationswechsel
Infektionsmeldungen
Krebsregisterdaten
Diese anonymisierten Informationen können für die Markt- und Versorgungsforschung ebenfalls genutzt werden. Sie erlauben ausführlichere Betrachtungen und Analysen zum realitätsnahen Versorgungsgeschehen in Krankenhäusern. Dadurch bieten sie wichtige Einblicke zur datenbasierten Planung und Steuerung im Gesundheitswesen.
Darüber hinaus ist es möglich, mit Real World Medical Data über normale Markt- und Absatzanalysen hinauszugehen. Longitudinale Patientenstudien im stationären Bereich können zum Beispiel anonymisiert Aufschluss über Patientenpopulation, Indikation, Verweildauer und vieles mehr geben.
Handlungsempfehlungen zur Krankenhausreform für Pharma-Unternehmen
Mit einer datenbasierten Analyse des stationären Geschehens können pharmazeutische Hersteller besser nachvollziehen, wie sich Patientenströme und der Bedarf an Arzneimitteln durch die Krankenhausreform verändern.
Die unterschiedlichen Entwicklungen zwischen Ballungsräumen und ländlichen Regionen können zum Teil eine klare Neuausrichtung der gesamten Vermarktungs- und Vertriebsstrategie erfordern.
Datenbasierte Analysen liefern klare Handlungsempfehlungen in nur vier Schritten:
Zielkrankenhäuser identifizieren: Analysieren Sie, welche Krankenhäuser künftig noch bestimmte Leistungen anbieten.
Strukturveränderungen beobachten: Mit aktuellen Daten können Sie strukturelle Veränderungen im Markt frühzeitig erkennen und sich darauf einstellen.
Zielgruppen neu definieren: Finden Sie passende Zielgruppen in genau den Versorgungseinrichtungen, die künftig noch die entsprechenden Leistungsgruppen und die dazu gehörigen Mindestvorhaltezahlen erfüllen.
Abverkaufsstrategie anpassen: Zeichnet sich ab, dass ein bestimmtes Klinikum seine Leistungen reduziert, sollten Sie rechtzeitig Bestände und Verträge anpassen.
Die Versorgungsschwerpunkte in ambulanten Arztpraxen verändern sich ebenfalls aufgrund der Krankenhausreform. Prüfen Sie daher, wo und inwiefern das ambulante Segment an Bedeutung für bestimmte Arzneimittel gewinnt und passen Sie ihre Produkte und Vertriebsaktivitäten entsprechend neuer Marktdaten regelmäßig an.
Indem pharmazeutische Unternehmen jetzt die Auswirkungen der Krankenhausreform frühzeitig und datenbasiert analysieren, können sie Marktanteile gezielt sichern und weiter ausbauen. Die systematische Beobachtung von Strukturveränderungen im stationären und ambulanten Bereich ermöglicht es pharmazeutischen Herstellern, Zielkrankenhäuser und -gruppen neu zu definieren, Abverkaufsstrategien vorausschauend anzupassen und Ressourcen dort zu bündeln, wo künftig tatsächlich Versorgung stattfindet.
Nur auf Basis belastbarer Marktdaten lassen sich Risiken minimieren und neue Chancen im sich verändernden Versorgungsgefüge konsequent nutzen.
Krankenhausreform: Datenbasierte Lösungen für die pharmazeutische Versorgung
Fundierte Analysen von Krankenhausdaten, Struktur- sowie Leistungsinformationen und anonymisierte Patientenfällen zeigen die Veränderungen im stationären Gesundheitsmarkt. Mit Blick auf die Krankenhausreform können Marktteilnehmer somit bessere Entscheidungen treffen, um die Medikamentenversorgung zu sichern und den Wandel der Therapielandschaft aktiv mitzugestalten.
Auf Basis strukturierter Qualitätsberichte und anonymisierter Patientendaten identifizieren Pharmaunternehmen mögliche Versorgungsengpässe, regionale Potenziale und geeignete Krankenhäuser für neue Therapien und Markteinführungen.
Hospital Insights: Daten und Analysen zum Krankenhausmarkt
Das stationäre Krankheitsgeschehen lässt sich mit anonymisierten Markt- und Versorgungsdaten realitätsnah abbilden. Die Hospital Insights bieten dazu fundierte Daten und geeignete Lösungen. Dadurch lassen sich Transformationsprozesse – angestoßen durch die Krankenhausreform – systematisch überblicken.
Pharmaunternehmen sowie weitere Akteure im deutschen Gesundheitswesen bleiben auch in einer dynamischen Versorgungslandschaft handlungsfähig und können ihre Krankenhausstrategie präzise steuern.
Krankenhauspotentiale erkennen
Identifizieren Sie aktuelle Potenziale, um Krankenhäuser und Kliniken mit relevanten Versorgungsleistungen zu adressieren. Die Ermittlung von Zielgruppen im stationären Bereich erfolgt anhand strukturierter Informationen zu den Qualitätsberichtendeutscher Krankenhäuser. Dadurch können Sie Trends und Entwicklungen in der Versorgung erkennen, Prognosen zu veränderten Patientenzahlen und Arzneimittelbedarfen erstellen sowie potenziell einweisende Ärzte gezielt ansprechen.
Versorgungslandschaft beobachten
Simulieren Sie die Auswirkungen der Krankenhausreform und gewinnen Sie einen Vorsprung im stationären Segment. Mit datenbasierten Forecasts ermitteln Sie schon heute die Veränderungen, welche durch die Krankenhausreform angestoßen wurden. Dadurch erkennen Sie nicht nur Entwicklungen in der Versorgungslandschaft von morgen, sondern können auch Patientenströme vorab visualisieren.
BinDoc GmbH
BinDoc GmbH
Real World Medical Data
Erstellen Sie longitudinale Patientenstudien für realitätsnahe Einblicke in das stationäre Krankheitsgeschehen. Auf Basis von 30 Millionen anonymisierten Patientenfällen können Sie somit datenbasierte Entscheidungen treffen, um die Versorgung von morgen zu sichern. Erhalten Sie Aufschluss über relevante Haupt- und Nebendiagnosen für Ihre Therapie, indem sie die richtigen Patientenpopulationen identifizieren. Weitere Informationen zur jeweiligen Verweildauer, Operationen und codierter Medikation, Fachabteilungen und Stationswechsel ermöglichen eine anonymisierte Eingrenzung der entscheidenden Zielgruppen.
Diese und weitere Analysen bietet Insight Health zusammen mit der BinDoc GmbH an, um den Krankenhausmarkt durch datenbasierte Markt- und Versorgungsforschung zu stärken.
„Angesichts der Reformauswirkungen etwa durch die Einführung neuer Mindestvorhaltezahlen und die Umstrukturierung in Leistungsgruppen, die Patientenströme und Bedarfe an Arzneimitteln verändern wird, gewinnen unsere datenbasierten Lösungen erheblich an Relevanz. Durch die Nutzung anonymisierter Patientendaten lassen sich frühzeitig Versorgungsengpässe und der Bedarf an neuen Therapien identifizieren. Gleichzeitig ermöglichen wir es unseren Kunden, gezielt geeignete Krankenhäuser und Regionen für Markteinführungen und Vertriebskampagnen während des Transformationsprozesses zu bestimmen. So bleiben sie auch in unsicheren Zeiten handlungsfähig und können proaktiv agieren.“
Michael Hensoldt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Insight Health GmbH
Beispiele für datenbasierte Entscheidungen im Krankenhausmarkt
Die BinDoc GmbH hat sich auf die Analyse von Krankenhäusern spezialisiert und stellt in Kooperation mit Insight Health ein umfassendes Angebot für Pharmaunternehmen und weitere Akteure im Gesundheitswesen bereit. Die folgenden Beispiele basieren auf erfolgreichen Anwendungsfällen der Markt- und Wettbewerbsanalyse von BinDoc.
Die Olympus Deutschland GmbH platziert ihre Produkte zur gastrointestinalen Endoskopie auf dem deutschen Krankenhausmarkt mit Hilfe datengetriebener Analysen. Den großen Vorteil in der Zusammenarbeit mit spezialisierten Data Scientists erklärt Mathias Weigel, General Manager & Regional Division Manager Region DACH bei Olympus:
„Einige Datenbanken & -bestände waren uns bereits vor unserer Zusammenarbeit mit der BinDoc GmbH bekannt ohne zu wissen, welches Potenzial an Informationen darin stecken kann. Durch das umfangreiche Verständnis für das Management von Krankenhäusern gepaart mit schnellen und pragmatischen Softwarelösungen hilft uns das Team von BinDoc dabei den Mehrwert unserer Produkte für die Entscheidungsträger im Krankenhaus sowohl klinisch als auch ökonomisch transparent darzustellen.“
Die apoBank vertraut ebenfalls auf fachmännisch kuratierte Datenvielfalt bei wichtigen Aufgaben zur Finanzierung im stationären Gesundheitsmarkt. Da Krankenhäuser oft mit externen Mitteln in ihre Zukunftsfähigkeit investieren und die Investitionen von Bund und Ländern oft nicht ausreichen, steigt die Nachfrage nach weiteren Finanzierungslösungen. Aufgrund der ausgeprägten Datenvielfalt im Krankenhausmarkt setzt die apoBank auf datenbasierte Softwarelösungen von BinDoc, um im stationären Gesundheitssektor ein verlässlicher Finanzierungspartner zu sein.
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